Innovationsquartier im Stadtosten: Spatenstich für erstes Parkhaus

Mit dem ersten Spatenstich haben Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und Stadtwerk-Geschäftsführer Manfred Koller gemeinsam mit weiteren Verantwortlichen den Neubau des ersten Quartiers-Parkhauses auf dem ehemaligen Kasernengelände im Stadtosten offiziell gestartet. Die Fertigstellung ist für den Spätsommer 2027 geplant.

„Die Bebauung des Areals der früheren Kasernen ist derzeit das größte sowie wichtigste Projekt für Regensburg. Es ist vor allem ein wegweisendes Wohnprojekt“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger. „Denn es bringt für die Stadt dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum – und das in einem ökologisch, sozial und nachhaltig konzipierten neuen Stadtteil. Da das gesamte Quartier weitgehend autofrei gestaltet wird, parken die Bewohnerinnen und Bewohner nicht vor den Häusern, sondern in drei sogenannten Mobility Hubs, in denen ein entsprechendes Mobilitäts- und Dienstleistungsangebot bereitgestellt wird.“

„Wir bauen hier kein reines Parkhaus, sondern sind Teil der Mobility Hubs im neu entstehenden Stadtviertel“, ergänzt Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg. „Das heißt, neben Stellplätzen für Pkw finden Bewohner, Besucher und Beschäftigte hier zukünftig an drei zentralen Orten auch Fahrräder, E-Bikes, Lastenfahrräder und „Letzte-Meile“-Angebote zum Ausleihen, wie zum Beispiel Bollerwagen oder Fahrradanhänger, Einkaufsmöglichkeiten, eine Fahrradreparaturstation, Free-Label-Paketstationen, abschließbare Motorradboxen und Motorradstellplätze, um den Individualverkehr im Quartier auf ein Minimum zu reduzieren.“

Details zum Parkhaus
das Stadtwerk.Regensburg investiert für die erste Quartiersgarage rund 12,5 Millionen Euro und errichtet ein Parkhaus in Systembauweise mit rund 480 Stellplätzen auf 14 Halbebenen – im ersten Schritt 50 davon mit Ladestationen für E-Autos. Das Gebäude wird 57 Meter lang, 33 Meter breit und hat eine Endhöhe von 22 Metern. Die Loch-blech-Fassade muss sowohl Schallschutz- als auch Blendschutzanforderungen erfüllen, um die Bewohner der angrenzenden Wohnhäuser zu schützen. Gleichzeitig muss die Fassade aber so durchlässig sein, dass die Belüftung und Belichtung des Parkhauses gewährleistet ist. Auf dem Dach und an der Fassade wird eine Photovoltaikanlage integriert. Der erzeugte Strom wird zu 100 Prozent in das Betriebsstrom-netz des Gesamtquartiers eingespeist. Aus dem Betriebsstromnetz werden zum Beispiel die Wärmepumpen für die Wärmeversorgung und die Ladeinfrastruktur im Parkhaus versorgt. Das Dach wird zusätzlich begrünt. Es wird außerdem eine öffentliche Trafostation der REWAG-Tochter Regensburg Netz GmbH in das Parkhaus integriert. Von hier aus soll ein Teil der Wohnhäuser mit Strom versorgt werden.

Mit Planung und Bau wurde erneut die Firma Goldbeck beauftragt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bielefeld und einer Niederlassung in Regensburg hat hier beispielsweise die Parkhäuser in der Siemensstraße oder die beiden neuen Parkgaragen beim Biopark gebaut und errichtet derzeit im Auftrag von das Stadtwerk.Regensburg auch das Parkhaus Unterer Wöhrd.