Klima­schutz

Als städtisches Tochterunternehmen haben wir eine Vorbildfunktion und sehen es als unsere Verpflichtung an, möglichst umweltverträglich und ressourcenschonend zu wirtschaften. 

In unserem internen Strategieprozess 2019 haben wir festgelegt, uns verstärkt auf Treibhausgasneutralität zu fokussieren. Damit war der Grundstein für die Erarbeitung unserer Klimastrategie bei das Stadtwerk.Regensburg gelegt. Die Stadt Regensburg hat 2021 mit einem Stadtratsbeschluss den Green Deal festgelegt, welcher unsere Klimaziele maßgeblich mitbestimmt.
 

 

Unsere CO2-Bilanz

 
Im Rahmen einer ausführlichen Analyse zeigte sich, dass über 97 Prozent der Emissionen zwei Ursachen haben:

Der Dieselverbrauch – insbesondere verursacht durch die Busflotte bei das Stadtwerk.Mobilität – sowie der Heizölverbrauch waren im Jahr 2021 für 70 Prozent der Emissionen verantwortlich. (Scope 1)

Der Verbrauch von Erdgas, Biomethan und Fernwärmebezug – insbesondere bei den Bädern und Arenen – verursachte 2021 knapp 27 Prozent der Emissionen. (Scope 1+2)

Die Emissionen werden nach GHG-Protocol (Scopes) klassifiziert. 

 
Die Mobilität und der Energieverbrauch in unseren eigenen Unternehmen sind also die größten Verursacher von CO2 bei das Stadtwerk.Regensburg. 

Mobilität

Elektrifizierung
der Busflotte und alternativer Kraftstoff

Im Mai 2017 haben wir mit das Stadtwerk.Emil fünf vollelektrische Midibusse an den Start gebracht. Mit den "Emils" betreiben wir seither die Altstadtbuslinie rein elektrisch und sind als Vorreiter in Bayern vorangegangen. Zusätzlich werden derzeit zwei 2 Mellor-Midi-Busse im täglichen Linienbetrieb eingesetzt.

Nach der Beschaffung der ersten vollelektrischen Solobusse sind seit Mitte 2023 die ersten zehn vollelektrischen Gelenkbusse an den Start gegangen, im Januar 2025 wurde um weitere 8 Fahrzeuge aufgestockt. Derzeit stehen wir bei rund 30 Prozent und sind damit auf dem richtigen Weg.

Neben der Fahrzeugbeschaffung musste auch die passende Ladeinfrastruktur geschaffen werden. Dafür wurden in Zusammenarbeit mit Siemens und der REWAG auf dem Betriebshof von das Stadtwerk.Mobilität eine Mittelspannungsschaltanlage und eine moderne Ladeinfrastruktur mit Transformatoren und mehreren Ladepunkten errichtet. Die Busse werden via Kabelstecker über Nacht mit 100 Prozent Ökostrom der REWAG* geladen. 

Um den wachsenden Elektrobus-Bestand zuverlässig in den Betrieb einzubinden, wird auch die Ladeinfrastruktur massiv ausgebaut. Die neue Halle 4 ist gerade in den Probebetrieb gestartet. Sie ist mit insgesamt 53 Ladesäulen ausgestattet und wird mit 100 Prozent Ökostrom von der REWAG* betrieben.

Alternative Kraftstoffe

Seit Sommer 2025 werden die Busse, die zuvor mit fossilem Diesel unterwegs waren, mit Kraftstoff aus biogenen Ressourcen betankt. Damit können die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum fossilen Diesel um bis zu 90** Prozent reduziert werden. Und auch lokale Emissionen wie Feinstaub, Kohlenmonoxid und Stickoxide werden reduziert.

*Mehr Infos zum Ökostrom.

**Laut Hersteller entspricht die Methode zur Berechnung der Lebenszyklus-Emissionen und der Emissionsreduzierung der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien III (revised RED EU/2018/2001). 

Lesen Sie mehr

E-Carsharing

Als Mobilitätsdienstleister haben wir bei das Stadtwerk.Mobilität unsere Angebote in den letzten Jahren erweitert. Im November 2016 ging mit dem "EARL" das erste E-Carsharing Fahrzeug in Regensburg an den Start. Dabei handelt es sich um ein stationäres Sharingsystem. Seither wurde die Fahrzeugflotte aufgrund der hohen Buchungszahlen sukzessive erweitert.

Im Jahr 2021 wurden eine Million gefahrene Kilometer geknackt. Inzwischen wurde das Stadtwerk.Earl über die vergangenen Jahre auf insgesamt 36 Fahrzeuge an 28 Standorten erweitert. Das E-Carsharing bietet eine optimale Ergänzung zum ÖPNV und soll dabei helfen, das Verkehrsaufkommen in Regensburg zu reduzieren. Im besten Fall trägt das Stadtwerk.Earl dazu bei, dass einige Bürgerinnen und Bürger auf einen eigenen Pkw verzichten. Geladen werden die Fahrzeuge an ihren Stationen mit 100 Prozent Ökostrom der REWAG*. 

*Mehr Infos zum Ökostrom.

Lesen Sie mehr

Entwicklung hochwertiges Bussystem:

Um die verkehrs- und umweltpolitischen Ziele der Stadt Regensburg zu erreichen, wird nach dem Aus für die Stadtbahn derzeit an einem hochwertigen Bussystem gearbeitet. Es soll in der Lage sein, Leistungsfähigkeit und Qualität des öffentlichen Nahverkehrs in Regensburg zu stärken.

Im Zentrum stehen speziell gestaltete elektrischen Fahrzeuge, die sich nicht nur optisch, sondern auch funktional deutlich von den bisherigen Buslinien absetzen. Die Busse sollen unter anderem größer und komfortabler sein und dadurch mehr Fahrgäste anziehen. Dazu kommen klimaresiliente Anpassungen des Straßenraums.

Im Sommer 2025 hat der Stadtrat beschlossen, weitere Untersuchungen einzuleiten. Wie die konkrete Ausgestaltung des hochwertigen Bussystems aussehen kann und ob, die Idee möglicherweise als Modellprojekt realisiert werden kann, wird deshalb gerade von Stadtverwaltung und das Stadtwerk.Mobilität untersucht. Dabei wird auch die Einführung einer Pilotstrecke vom Norden in den Süden Regensburgs geprüft. Ausgehend von ihr könnte das System schrittweise realisiert werden.

Unsere Betriebsstätten

Seit vielen Jahren arbeiten wir daran, unsere Betriebsstätten noch energieeffizienter und umweltverträglicher zu machen. So verfügt beispielsweise das Jahnstadion Regensburg sowie der das Stadtwerk.Sportpark Ost über eine Solaranlage für Warmwasser und auf dem Dach unserer Werkstätten von das Stadtwerk.Fahrzeuge und Technik ist auf einer Fläche von über 8.000 Quadratmetern eine Photovoltaikanlage installiert. 

Weitere PV-Anlagen besitzen inzwischen die Donau-Arena und das Westbad. Mit einer Fläche von 3.706 Quadratmetern bedecken die PV-Module das komplette Dach der Donau-Arena. Diese Anlage schafft circa 924.000 kWh Stromerzeugung im Jahr und kann so einen solaren Deckungsteil des Eigenbedarfs von rund 30 Prozent aufweisen. Die CO2-Einsparung liegt bei dieser PV-Anlage bei durchschnittlich 401 Tonnen im Jahr. Die PV-Anlage im Westbad befindet sich auf dem Dach der Eingangshalle und umfasst eine Fläche von 1.105 Quadratmetern. Mit ihr werden künftig rund 240.000 kWh Strom im Jahr erzeugt und so voraussichtlich 10 Prozent des Eigenbedarfs abgedeckt. Außerdem werden jährlich circa 60 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Während der eigenerzeugte Strom im Westbad direkt verbraucht wird, laufen für die Donau-Arena derzeit Planungen zur Integration eines Stromspeichers, um den Solarstrom auch in den Nachtstunden optimal nutzen zu können. Dieser Batteriespeicher wird nach einer ersten Studie eine Größe von 500 bis 600 Kilowatt haben. Die Umsetzung ist spätestens für das Jahr 2027 geplant.

Wärmerückgewinnung im Westbad
Seit 2024 wird bei der Badwasseraufbereitung mit einer von Mitarbeiter:innen erarbeiteten Wärmerückgewinnungsanlage gearbeitet. So können jährlich 700 Megawattstunden Wärme vermieden werden, das entspricht einer Summe von circa 130.000 Euro im Jahr. 

 

Zertifiziertes Energie- und Umweltmanagement

Um die vielfältigen Aktivitäten zur Steigerung unserer Energieeffizienz zu systematisieren, sie messbar und transparent zu machen, haben wir 2016 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 etabliert.

2020 wurde es um das Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001 erweitert. Beide Zertifizierungen schaffen gegenseitige Synergieeffekte. Innerhalb jährlich stattfindender Überwachungsaudits werden wir durch einen Zertifizierer überwacht.