Ab dem 15. September 2026 führt das Stadtwerk.Mobilität ein neues Frühverkehrskonzept ein. Mit den zusätzlichen Fahrten werden Fahrmöglichkeiten geschaffen, von denen insbesondere Berufspendlerinnen und Berufspendler, Beschäftigte in Industrie- und Gewerbegebieten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser sowie Fahrgäste mit frühen Zuganschlüssen profitieren. Das neue Angebot reagiert auf einen immer wieder geäußerten Bedarf vieler Fahrgäste.
„Mit dem Frühverkehrskonzept verbessern wir die Mobilität für viele Menschen, deren Tag beginnt, bevor der Großteil der Stadt wach ist. Gleichzeitig stärken wir die Verknüpfung von Bus und Bahn und machen den öffentlichen Nahverkehr insgesamt noch attraktiver“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger. „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir damit weitere Bürgerinnen und Bürger für den Umstieg auf den ÖPNV begeistern können.“
Rendezvous-Verkehr schafft neue Anschlüsse
Kernstück des neuen Angebots ist ein sogenannter Rendezvous-Verkehr am Regensburger Hauptbahnhof. Dabei treffen die Linien 1, 2, 3, 6, 8, 9 und 10 montags bis freitags zwischen 5:07 Uhr und 5:09 Uhr am Hauptbahnhof ein. Um 5:10 Uhr starten dort die Linien 1, 2, 6, 10 und X9. Neu ist außerdem die Abfahrt der Linie 39 um 5:08 Uhr ab Burgweinting Bahnhof in Richtung Rathenaustraße, Frachtpostzentrum und Siemensstraße. So entstehen aufeinander abgestimmte Umsteigemöglichkeiten innerhalb des Stadt- und Regionalbusnetzes sowie zuverlässige Anschlüsse an die ersten Zugverbindungen des Tages.
Die ersten Fahrten des neuen Frühverkehrs beginnen bereits zwischen 4:40 Uhr und 4:55 Uhr in den Stadtteilen. So verbessern sich sowohl die Anschlüsse an frühe Bahnverbindungen – unter anderem zum München Flughafen Terminal, nach Neumarkt i.d.OPf., Landshut oder Ingolstadt – als auch die Verbindungen zu wichtigen Arbeitsstandorten wie BMW, Siemens, Gewerbepark, Frachtpostzentrum und Rathenaustraße sowie den Krankenhäusern Barmherzige Brüder, St. Josef und dem Universitätsklinikum.
Wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität
„Mit den zusätzlichen Fahrten vor Beginn des Regelbetriebs sorgen wir dafür, dass deutlich mehr Berufstätige eine attraktive Alternative zum Auto bekommen. Gleichzeitig verbessern wir die Anbindung an wichtige Bahnverbindungen und stärken damit die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger. Das ist ein weiterer wichtiger Beitrag zu einer all-tagstauglichen und nachhaltigen Mobilität in Regensburg und der Region“, erklärt Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg.
Das Frühverkehrskonzept ist im Rahmen eines Azubiprojekts bei das Stadtwerk.Mobilität entstanden. Timo Semmelmann, Auszubildender zur Fachkraft im Fahrbetrieb im zweiten Ausbildungsjahr, hat sich der Aufgabe angenommen. „Die größte Herausforderung bestand darin, die verschiedenen Wünsche und Anforderungen unter einen Hut zu bringen“, sagt Semmelmann. Nach der Vorstellung des Konzepts bei der Stadt Regensburg und der Zustimmung des Stadtrats kann das Angebot nun umgesetzt werden. „Besonders spannend war es, die Entwicklung von der ersten Skizze bis hin zum fertigen Konzept mitzuerleben und dieses am Ende sogar selbst fahren zu dürfen“, so Semmelmann.
Zweijährige Erprobungsphase ab September 2026
„Das Frühverkehrskonzept zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag unsere Auszubildenden zur Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs leisten können. Mit großem Engagement und frischen Ideen ist hier ein Konzept entstanden, das einen echten Mehrwert für viele Fahrgäste bietet. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Sandra Schönherr, Betriebsleiterin von das Stadtwerk.Mobilität.
Das Konzept wird zunächst für zwei Jahre eingeführt. Während dieses Zeitraums werden die Fahrgastzahlen und die Wirkung der Maßnahme umfassend ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden anschließend die Grundlage für eine Entscheidung über die dauerhafte Fortführung des Angebots.